Das Leben im Pesio Tal

Eine wirtschaftliche Geschichte zwischen Tradition und Manufaktur

Die Tätigkeiten im Tal haben sich während den Jahrhunderten um den Unternehmungsgeist und die handwerkliche Geschicklichkeit der Talbewohner und der reichen Vegetation des Tals herum entwickelt: die enorme Anwesenheit von Kastanienwäldern, mit der konsequenten Herstellung der berühmten Kastanien aus Chiusa hat während längerer Zeit eine wichtige Unterhaltsquelle dargestellt.   

Viel betrieben war die Zucht von Schafen und Rindern neben der Entwicklung der handwerklichen Tätigkeit und Geschicklichkeit welche schon seit jeher eine Produktionseigenschaft des Tals darstellte. Die Talbewohner waren in der Tat, Holzschnitzer Korbflechter, Rohrflechter, Holzfäller und carbuné, d.h. geschickte Kohlenkellerkonstrukteure um das wertlose Holz in Kohle umzuformen. Unter den Frauen war die Zucht von Seidenraupen sehr verbreitet.

Zwischen Ende des achtzehnten Jahrhunderts und Anfang des neunzehnten Jahrhunderts folgte das Tal eine industrielle Neigung und erhöhte die Anwesenheit von Fabriken, einige sehr wichtig und berühmt wie das Glass und Kristall Fabrikmonopol aus dem Piemont und die Keramik, andere nicht so wichtige, aber immer gemäß der anwesenden handwerklichen Tätigkeiten wie Spinnereien, Kalköfen, eine Fabrik für die Extraktion von Tannin aus der Kastanie und eine Fabrik für die Gerbung der Häuten.

Heutzutage ist ein Teil der Tätigkeiten der Talbewohner mit dem Tourismus verbunden, der sich durch die geschichtliche und kulturelle Bewertung von Chiusa di Pesio und der angrenzenden Karthause entwickelt hat,  sowie auch der Schutz des Naturbestands und ein gutes Aufnahmesystem. Die Landwirtschaft konzentriert sich in spezialisierten Kulturen mit hohem Ertrag (insbesondere Erdbeeren und Himbeeren), während die Zucht ausgezeichnete und berühmte Käsesorten herstellt wie der Raschera, der Sola und der Testun.