Ein bisschen Geschichte
Spuren der Vergangenheit überleben auf dem Gebiet, anwesende Zeugnisse von einer längst vergangenen Geschichte.
Die ersten Ansiedlungen im Tal sind datierbar zwischen der späten Bronzezeit und den Endphasen der Eisenzeit. Auf dem Cavanero Berg, der dem Wohnort überragt wurden Dutzende von Aschenurnen diesen Zeitaltern zugehörend und bronzene Funde wieder gefunden. Römische Ruinen, wenn auch weniger in Anzahl, sind auffindbar im castrum, dicht an den Ruinen des Mirabello Schlosses und in der Entdeckung von geprägten Geldstücken aus dem dritten Jahrhundert nach Christus.
Das erste geschriebene Dokument hinsichtlich des Tals stammt aus dem Jahre 1173 und wird durch eine Akte dargestellt, womit die Herren von Morozzo, Lehnsherren im Auftrag des Bischofs von Asti, das obere Pesio Tal dem Karthäuserorden gaben, und somit die Grundlagen für den Bau der Karthause legten. Nachfolgend fiel das Gebiet unter Einfluss der Markgrafen von Ceva und dann ab dem XVII Jahrhundert wurde sein Schicksal mit Solaro di Moretta und das Reich der Savoyen verbunden. Ab dem Jahre 1774 signalisiert man eine schwere Plünderung durch die französischen und spanischen Truppen. Es waren aber die napoleonischen Truppen welche die Karthause im Jahre 1802 plünderten und somit einen großen künstlerischen Bestand zerstreuten.
Die industrielle Entwicklung findet statt zwischen dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert. Außer das Glass und Kristall Fabrikmonopol, welches dem Tal Ansehen und Berühmtheit verleiht, entstehen vier Spinnereien, eine Kalksteinfabrik und eine für die Tanninextraktion und alle benutzten die Wasserenergie des Pesio. Die Bevölkerung wuchs bis einer Anzahl von ungefähr 8000 Personen. Das Museum des Glass, Kristall und Keramik Fabrikmonopols stellt eine wahre geschichtliche Strecke dar, welche in einem Ausstellungsraum ein weiterer Zeitabschnitt dieser blühenden industriellen und handwerklichen Realität zurücklegt.
Das zwanzigste Jahrhundert ist für das Pesio Tal ein schweres Jahrhundert, gezeichnet von Kriegen und Wanderungsströme der Bergzonen. Nach dem Waffenstillstand im Jahre 1943, wird das Tal berühmt wegen der Unternehmen seiner Partisanenbande, geleitet von dem legendären Kommandanten Cosa. In Erinnerung an dieser aufgewühlten geschichtlichen Phase hat Chiusa di Pesio ein Widerstandsmuseum untergebracht. Man kann auch die Gedenkstätte der Partisanen, der Ex-Friedhof, im Parkgebiet besichtigen.










