Die Widerstandsbewegung
Das Pesio Tal war das neuralgische Zentrum der Partisanenwiderstandsbewegung. Eine Widerstandsbewegung gegen den Nazifaschismus fängt sofort nach dem Waffenstillstand vom 8. September an. Die ersten Einheiten bilden sich vor allem infolge der Auflösung der vierten italienischen Armee, aufgestellt in französischem Gebiet.
Am 20. September 1943 steigt der Hauptmann der Gebirgsjägerreserve Piero Cosa auf den Bergen der Karthause, der zusammen mit einigen Kameraden und seiner Schwester Ottavia, die Basis legt für was in der Geschichte als die Bande des Pesio Tals eingeht. Bald verbinden sich andere Partisanengruppen mit Cosa, wie die Flüchtlingsgebirgsjäger am Gias della Madonna und eine Studentengruppe aus Cuneo, versteckt am Gias Sestrera.
Die Bande unterscheidet sich sofort durch ihre gefährlichen und gezielten Aktionen und sie lenken sowohl die Aufmerksamkeit der Deutschen wie auch dieser von den Alliierten auf sich, die sich mehrere Malen an den Partisanen des Tals wenden, um sich über Störungsaktionen gegen den Feind zu vereinbaren, aber auch um Hilfe und Lebensmittel zu verteilen.
Am 8. April 1944 machen die Deutschen eine große Offensive gegen den Partisanen: mehr als 1500 Soldaten steigen in das Tal hinein, um die 170 Kämpfer der Bande aufzustöbern. Die Partisanen leisten Widerstand durch die strenge Kontrolle von einigen Schlüsselpunkten, wie der Passo del Duca, die Straße welche zu Pian delle Gorre und die Mirauda führt.
Nach dem Durchkämmen verteilt sich die Bande zeitlich, um in Juli 1944 die Alpendivision I ins Leben zu rufen, nachher Alpendivision III genannt und um schließlich ab Februar 1945 in Divisionsgruppe R umgeändert zu werden. Eine kleine heimliche Druckerei in Villanova druckt inzwischen das Blatt " Die Wiedergeburt Italiens".
Beim Eintritt des Sommers und schließlich des Herbsts wächst die Partisaneninitiative. Im Winter 1944 verteilen neue schwere Durchkämmen die Männer und verzögern die Militäraktion bis zum nächsten März, wenn die Partisanenoffensive entscheidender werden und die Partisanen sich auf den endgültigen Angriff vorbereiten, wodurch das Nationale Freiheitskomitee die Kontrolle des Gebietes bis zur Ankunft der Alliierten übernehmen wird.










